Header Image
Home arrow Was hilft, was kränkt
Was hilft, was kränkt

Viele Menschen wissen nicht, wie sie Eltern helfen können, deren Kind gestorben ist. Wie soll man sich verhalten? Was kann man ihnen sagen?

Ich gebe euch einige Tipps: mit freundlicher Genehmigung der Initiative "Nur ein Hauch von Leben" den Text übernommen und geändert.

 

Was hilfreich ist Smile

 

 

  • Nimm ihren Schmerz wahr und zeige deine Anteilnahme. Versichere ihnen, dass sie sich jederzeit bei dir melden können, wenn sie dich brauchen. Oft hilft der Gedanke schon daran.

  • Sage ihnen, dass es dir leid tut, was  geschehen ist. Wenn es dir nicht leicht fällt, was du sagen möchtest, dann formuliere das auch so.

  • Biete deine Hilfe im Alltag an: Zuhören, Besorgungen machen, Kinder betreuen, überlege dir, was notwendig sein könnte.

  • Höre ihnen zu, wenn sie über ihr Kind sprechen, egal wie lange und so oft sie wollen.

  • Mach ihnen Mut zur Trauer, ihre Gefühle auszudrücken. Nimm sie in deine Arme, wenn sie weinen.

  • Lass ihnen die Zeit zu trauern, hilf ihnen, mit sich selbst Geduld zu haben und nicht die Schuld bei sich zu suchen.

  • Rede mit ihnen über die positive Zeit mit ihrem Kind und die schönen Dinge. Sei einfach da, mit all deinen Sinnen.

  • Versichere den Eltern, dass sie das Bestmögliche für ihr Kind getan haben und in der Situation immer nach bestem Gewissen entschieden haben.

  • Halte die Erinnerung an das tote Kind in Ehren und lass ihm seinen Platz in der Familie.  


Was kränkt Frown

  • Bitte lass dich nicht von deiner eigenen Ohnmacht und Hilflosigkeit davon abhalten, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Meide sie nicht, auch wenn es dir unangenehm ist, die Isolation bereitet zusätzliche Kränkung.

  • Sag nicht, du wüsstest, was sie empfinden, nur weil du vielleicht auch Kinder hast. Du weißt es nicht, und selbst wenn du selbst betroffen bist, ist jede Situation anders, vergiss das nicht.

  • Wechsle nicht das Thema, wenn sie von ihrem Kind sprechen. Hab keine Angst, sie darauf anzusprechen und den Namen des Kindes zu erwähnen, sie denken ohnehin dauernd daran.

  • Vermittle ihnen nicht, dass Trauer krankhaft ist und lass ihnen Zeit. Frage nicht: Ist es immer noch so schlimm? Geht es Dir noch nicht besser?

  • Mache keine Vorgaben, was und wie sie zu denken und zu fühlen haben und was deiner Ansicht nach das Normale wäre.

  • Beschönige nicht den Tod des Kindes und versuche nicht, daran etwas Positives zu finden, du tust ihnen damit sehr weh. Versuche nicht zu trösten, sage nicht, dass die Zeit alle Wunden heilt, es stimmt nicht. Sage ihnen nicht, dass sie ja noch andere Kinder haben können, es tut sehr weh. Kein Kind kann das andere ersetzen und soll es auch nicht.

  • Schüre nicht Zweifel und Schuldgefühle durch Bemerkungen, die dir nicht zustehen. Unterlasse Anschuldigungen und Kommentare der Art (hättet  ihr nur auf mich gehört, ich habe immer schon gesagt).

  • Vergiss das tote Kind nicht und unterstütze die Eltern auf ihrem Weg.